ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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- From: milton2011 <milton2011 AT news.piratenpartei.de>
- To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Transparenz nicht nur in der Politik...
- Date: Thu, 23 Feb 2012 10:01:54 +0000
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
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aloa5 schrieb:
Dein Einfachheit wegen daher das DIW:
Der direkt-progressive Tarifverlauf sollte beibehalten werden. Die Einführung einer Flat-Tax, also eines einheitlichen Steuersatzes fur Einkommen oberhalb der Freibeträge, hat zwar eine Reihe von Vorteilen hinsichtlich der wirtschaftlichen Wirkungen und leistet einen spürbaren Beitrag zur Steuervereinfachung. *Diese Vorteile stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den erheblichen Steuerausfällen bzw. der massiven Umverteilung der Steuerbelastung von den einkommensstarken zu den einkommensschwachen Steuerzahlern, die mit einer solchen Tarifform einhergehen.*
Sorry, aloa,
aber diesen pseudowissenschaftlichen Unfug wiederlegt eine simple bekannte Grafik von Wikipedia :
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Negative_Einkommenssteuer.png
Eine Flat Tax ist immer eine lineare Progression und bei Vorabauszahlung des Steuerfreibetrages z.B. als bGE *eine echte Umverteilung von Oben nach Unten.*
EU-Mehrwertsteuer und nationale Negative Income Flat Tax (NIFT) sind völlig transparent und sozial gerecht.
Ungerecht und intransparent sind indirekte Verbrauchssteuern und Substanzsteuern, sie finanzieren nur Sozialtransfers für Topeinkommen, auch bei Kirchhof.
Es ist nämlich so, dass eine NIFT 50 erst bei einem Erwerbseinkommen in Höhe des 4fachen Familien-bGE einen faktischen Steuersatz von 25 % erreicht, bei Kirchhof ist dann die Progression mit 25 % gedeckelt, deshalb benötigt er zum Ausgleich noch sonstige Steuern.
Ihr volkswirtschaftliches Gesülze ist Unfug, die Wirtschaft wird durch Mehrwertsteuer und NIFT 50 überhaupt nicht belastet, die Kunden zahlen den Preis und damit die Mehrwertsteuer sowie die Löhne und Dividende, Arbeit und Kapital übernehmen in der gleichen Einkommensteuer die Wertschöpfungssteuer der Unternehmen und erhalten dafür bGE.
Sozial ist übrigens seit Adam Smith die Einkommensteuer, weil sie jeden nach Leistungsfähigkeit trifft, unsozial sind die Marktsteuern, weil die oberen Einkommen sich diesen entziehen können. Deshalb erfand ja Adam Smith die Einkommensteuer und Lady Juliet Rhys-Williams die NIFT für den Sozialstaat.
Alle sog. volkswirtschaftlichen weiteren Steuern entlasten nur die oberen Einkommen zu Lasten der unteren und mittleren Einkommen, sind also zutiefst asozial und ungerecht (Klientelpolitik).
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Transparenz nicht nur in der Politik..., DrBrain, 23.02.2012
- <Mögliche Wiederholung(en)>
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Transparenz nicht nur in der Politik..., milton2011, 23.02.2012
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