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Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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[Ag-soziale_marktwirtschaft] Ein Weg in die Geldreform-Modernes Rhiengoldkonzept
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- From: Geldexperte <Geldexperte AT news.piratenpartei.de>
- To: ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Ein Weg in die Geldreform-Modernes Rhiengoldkonzept
- Date: Sat, 17 Dec 2011 16:38:45 +0000
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
- Organization: Newsserver der Piratenpartei Deutschland - Infos siehe: http://wiki.piratenpartei.de/Syncom/Newsserver
*Ein Weg in eine Geldreform*
Es stellte sich bei einer Geldreform die Frage:
1) Wer Geld kreditieren/dokumentieren kann:
a) die einzelne Person ( Prinzip der Rheingoldwährung) = 100% Vertrauen; der einzelne Emittent haftet mit Leistungsversprechen.
( Akzeptanzprobleme)
b) Nur private Büger in kommunalen und demokratischen Banken /Assoziationen = Vertrauen nimmt etwas ab; mehr gegenseitige Kontrolle und Haftung bei den Mitgliedern der Bank durch Pfänder u. Leistungsversprechen, dadurch mehr Akzeptanz.
c) der Staat selbst ( als übergeordnete Institution über Kommunen) in einer Staatsbank.
2) Wie die Buchgelderzeugung (= Erhöhung von M1), bzw die
''Geldschöpfung'' begrenzt werden soll
3) Wie Geld / Vermögen / Eigentum sich verteilen soll
4) Welche Art von Währung ( einheitliches gesetzliches Zahlungsmittel oder verschiedene umlaufende Währungen )
Hier gibt es verschiedene Ansichten aus veschiedenen Kreisen. Ich habe die unterschiedlichen Gedankenansätze aufgegriffen, zusätzlich zu meinen eigenen Gedanken, und ein neues Modell zusammnegestellt, welches möglichst nicht zu utopisch und ideologisch ist und welches mehrere Gedankenansätze versucht zu vereinen, um Mauern zu durchbrechen und eine Reform konsensfähiger und in der Öffentlichkeit diskutabel zu machen.
Dieses Modell schlägt eine Dezentralisierung des Geldentstehung vor, also sie dem Staat / ZNB ( Bundesinstanz) immer rmehr aus der Hand zu nehmen und sie alternativ auf Kommunen oder Assoziationen ( = kooperativer, bzw sozialökonomischer Interessensverbund innerhalb der Wertschöpfungskette von z.B. Banken, Konsumentenverbänden, Händlern / Produzenten / Stakeholdern zu übertragen, s.d. es eine einheitliche parallele Währung zum Euro geben kann - also diese geldschöpfenden Einheiten sich als eine Leistungsgemeinschaft begreifen - aber die Giralgeldmenge dezentral und bürgernah entsteht und sich eine auf die Geldmenge angepasste Gütermenge / Preisniveau herausbildet, bzw die Geldmenge sich der Produktion von Gütern u. Dienstleistungen der Assoziationen anpasst.
Dieses Modell wird parallel eingeführt zum Eurosystem, und sieht u.a. eine eigene oder mehrere alternative Zentralbanken (ZB) vor. Ich nenne sie hier mal wie Huber ebenfalls ''Monetativen'' ( Mon ), um diese von der BuBa abzugerenzen. Die Mon könnte eine ähnliche Größe einer Landesbank haben und vernetzt die kommunalen Mitgliedsbanken. Sie betreibt keine Geldpolitik sondern sie hat im Kern nur überregionale Kontrollfunktion innerhalb der Assoziationen und verwaltet die Mindestreserven, bzw Bargeld. des weiteren hat sie statistische Aufgaben.
Zu diesem Modell bedarf es allerdings Zustimmung des Gesetzgebers, da ein alternatives gesetzliches Zahlungsmittel offizielll nicht gestattet ist.
*1.Welche Art von Finanzinstituten / Banken existieren also *
_a) Geschäftsbanken als kommunale Einrichtungen_, ähnlich wie http://de.wikipedia.org/wiki/JAK_Mitgliedsbank
oder GSL-Bank, aber in einem freien privaten (zweistufigen) Teildeckungsbankensystem, wie es in der Geschichte schon mal existierte vor Einführung der Zentralbanken, allerdings dann mit Bgrenzung der Kreditvergabe, welche sich an den Verbindlichkeiten ggü Kunden, bzw Spardepositen orientiert.(s.u.)
Die kommunalen Banken s_chöpfen also eigenes Nettogeld,_ bzw eine eigene Währung.( wie beim Rheingoldkonzept) Entweder eigenständig nur in der Alternativwährung oder parallel auch zum Euro.
Führen sie beide Währungen auf Konten, unterliegen damit dann nicht nur der Kontrolle der Bafin, bzw dem KWG, sondern der Satzung der Assoziationen und haben ebenfalls ein Konto bei der Monetative.
Ziel ist es, dass immer mehr Unternehmer und Konsumenten Mitglied der Assoziationen werden und sich vernetzten und damit Akzeptanz entsteht, weil ein adäquates Angebot an Gütern und Dienstleistungen zur Verfügung steht hinter dieser Währung, und ebenfalls auch eine Kontrollinstanz vorhanden ist.
Diese alternativen Banken betreiben kein Handelsbuch und sie vergeben Kredite nur an eigene Mitglieder (siehe unter Geldschöpfung).
Da immer noch Wettbewerb stattfindet, kontrolliert also die jeweilige Monetative die Geldschöpfung der Assoziationen s.d. es nicht zur Inflation und zu Missbrauch kommt. (ähnlich wie beim credito in Argentinien)
Es besteht folgerichtig kein Interbankenmarkt und somit kein Geldmarktzins zwischen diesen Banken.
Diese alternativen Banken verrechnen/saldieren sich das Nettogeld gegenseitig bei Transaktionen ihrer Kunden, bzw die Monetative verteilt die Barreserve / Liquidität dort, wo sie benötigt wird ( Cash-Pooling).
Alle teilnehmenden Banken haben also parallel ein Konto bei der Monetaive. (Und falls sie parallel Eurokonten führen, ebenfalls weiterhin bei der BuBa)
Mitgliedsbanken sind demokratisch organisiert, und Ziel der Bank ist es nicht, Gewinne zu machen, sondern nur ihre Kosten zu decken und das Kreditrisiko zu streuen.
Falls eine private Bank beschliesst, Mitglied zu werden,
muss die Generalversammlung (mit einfacher Mehrheit) beschliessen, die Aktiengesellschaft aufzulösen. Das Aktienkapital wird dann umgeschichtet in Depositen bei dieser Bank.
Die Geschäftsstrategie einer demokratischen Bank wird gemeinsam festgelegt durch einen Ausschuss = repräsentative Vertreter der Kunden ( Privatkunden, Unternehmer, bzw Einleger u. Mitglieder der Bank). Es herrscht dadurch mehr Transparenz, was die Kredtiallokation betrifft, und Einleger haften dabei selbst mit ihren Einlagen/Pfändern/Warenumsätzen, und tragen so mehr Mitverantwortung in bezug auf die Risikostruktur der Bank.
Da diese Banken die Währung netto bis zu einer Grenze selbst schöpfen können ohne Kreditzinsen, und da Transparenz und Stabilität herrscht und eine gewisse Kontrolle, vor allem eine staatliche Genehmigung, wird sie voraussichtlich von immer mehr Dienstleistern und Produzenten auch akzeptiert.( Im Gegensatz zur heutigen Rheingoldwährung)
Auch Sparer werden immer mehr zu diesen Banken umschichten, da die Euro-Geschätsbanken und Versicherungen immer mehr Mühe haben werden, den Geldwert stabil zu halten, bzw Renditen zu erzielen für diese Spareinlagen./ Bei vielen Banken ist der langfristige und kurzfristige Realzins heute sowieso schon Null oder kurzfristig sogar negativ./
_b) Investmentbanken / Investmentfonds._Sie lassen sich leider nicht von heute auf morgen abschaffen, ebenso nicht der spekulative Finanzmarkt. Sie dokumentieren weiterhin in Euro.
Hier müssen auch Fortschritte international ( G20) geschehen, was die strengere Regulierung betrifft.
Denn besonders über diese Banken entsteht viel Kreditgeld im spekulativen Finanzmarkt, und über leveraging wird eine künstliche Hausse ( Geldillusion) erzeugt. Sie zaubern Renditen selbst dann herbei, wenn der reale ''Gleichgewichtszins'' Null, bzw theoretisch negativ sein müsste. Dazu kommt, dass über das leveraging die Guthabenillusionen gleich mitgeschaffen werden.
/Die Spekulationsgewinne ''ex nihilo'' kommen zwar indirekt der Volkswirtschaft insgesamt zugute. Zunächst aber treten sie im Finanzsektor selber auf. Egal ob die spekulativen Preissteigerungen am Immobilienmarkt, Aktien-, Rohstoff- oder Anleihenmarkt stattfinden. In allen Fällen profitiert der Finanzsektor in erster Linie.
Steigende Vermögenspreise regen aber weiterhin die Kreditvergabe an. Sie sind nachhaltig ohne Kreditausweitung nicht möglich. Auf diese Weise ergänzen sich Spekulationseffekt und Kreditausweitung und fördern sich gegenseitig, um den Finanzsektor bei aller Größe sehr profitabel zu machen. Denn der Kapitalmarkt kennt autonom keine Begrenzung der Verschuldung bzw. der Kreditvergabe./
Die Kreditschöpfung über Investmentbanken sollte im Laufe der Zeit also möglichst reduziert werden durch hohe Kapitalrenditenbesteuerung, sowie einer speziellen Banksteuer und hoher Reserve an Eigenkapital.
Ob sie gänzlich abgeschafft werden sollen oder nur noch beschränkte Handelsgeschäfte tätigen dürfen, muss politisch entschieden werden und es bedarf eines gesellschaftlichen Konsens und vor allem einer Aufklärung über dieses Bankensystems und ihren Folgewirkungen.
Ziel ist die freiwillige u. schrittweise Umschichtung der Gelder, also der Einlagen und des Aktienkapitals von den Investbanken hin zu den alternativen Geschäftsbanken, die in Assoziationen eingebunden sind.
_c) Versicherungen / Fondgesellschaften_
Auch diese lassen sich leider nicht von heute auf morgen abschaffen.
Fondgesellschaften sollten ausschliesslich aber mit Investmentbanken verbunden sein und dürfen nicht mehr mit inländischen demokratischen Geschäftsbanken zusammenarbeiten und Handelsgeschäfte betreiben am Finanzmarkt.
Es sollte folglich eine klare Trennung herrschen zwischen
Fondgesellschaften, bzw Kredite, die der Realwirtschaft dienen, und solche die spekulativ sind und der nachhaltigen realen VoWi weniger dienlich oder schädlich sind.
Fondgesellschaften müssen also teilweise dann ihre Euro-Depositen, die ja oftmals in spekulative Kredite konvertiert werden, umschichten von den demokratischen Banken weg zu den Investbanken, was allerdings automatisch dann zur höheren Besteuerung führt und zur Herabsenkung des Garantiezinses bei den Kunden. Oder sie legen die Depositen an bei den demokratischen Banken und unterstehen dessen Satzung.
( Siehe Öko-Fonds)
/Durch Kapitalrenditenbesteuerung und striktere Gesetze, was die
Finanztitel betrifft - z.B Verbot von bestimmten Derivaten, Rohstoffspekulationen u.ä. am Finanzmarkt und Eindämmung der Kreditschöpfung ( leveraging) - gepaart mit einem allgemeinen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft - dürfte diese spekulative Art der Geldanlage mit der Zeit immer uninteressanter werden. /
/Über Medien und Werbung von Kommunen und vom Staat wird zusätzlich ein neues Bewusstsein geschaffen in der Gesellschaft. Das Thema Geld und Spekulation wird u.a. verstärkt öffentlich thematisiert in Schulen und Medien./
Es muss ebenfalls Transparenz herrschen, wo genau investiert wird. Eine staatliche Riesterförderung sollte es nicht mehr geben und Kunden werden angehalten, in die staatliche Rentenversicherung einzubezahlen oder zusätzlich in Betriebsrenten zu investieren. ( Siehe dazu auch das ''Mackenroth-Theorem'' ) Denn Leistunsgansprüche von Renten können immer nur aus dem laufenden Sozialprodukt aufgebracht werden
/Zusätzlich könnten diejenigen Banken und ''Öko-Fonds'' steuerlich bevorzugt werden, welche nachhaltig investieren, während Mitglieder bei Investmentbanken hingegen höhere steuerliche Belastung zu tragen hätten.
Es wird immer also rmehr modern sein in der Gesellschaft, bei Banken Mitglied zu werden, welche Kredite nach ethischen Aspekten verleihen, bzw sich im Ausland engagieren durch nachhaltige Investitionen (z.B fairconomy-Prinzip)
Hierzu zählen auch Direktkredite innerhalb einer Assoziation für Projekte in weniger entwickelten Ländern. /
*2.Geldschöpfung / Mindestreserve / Zentralbank *
Das Modell lehnt sich an der Vollgeld-Idee von Huber und an dem Rheingoldprinzip an.
Der Unterschied ist allerdings, wie ich oben schon erwähnte, dass Nettogeld M1 nur in kommunalen Banken / Assoziationen entsteht, und nicht bei einer staatlichen ZB oder durch das Bundesfinanzminesterium.(Finanzagentur)
Der Bund kann sich allerdings ebenfalls von den Bürgern alternative Währung leihen und erkennt diese auch (teilweise) als Steuer an.
Die Monetative hat eine ähnliche Größe einer heutigen Landesbank und die kommunalen demokratischen Banken haben dort ein Mindestreservekonto.
Die Mindstreserve ist das einzige Instrument der Geldschöpfungsbegrenzung innerhalb der Assoziation und ist eigentlich nur ein Kontrollinstrument.
Die Kreditschöpfung ist aber primär begrenzt durch die vereinbarten Satzungen des geneinsamen demokratischen Ausschuss, welche die Kreditlinien,bzw den Kreditrahmen jeweils festlegt, z.B dadurch, dass das Handelsbuch bei diesen Banken entfällt oder dass die Kreditallokation sich bei den jeweiligen Banken optimieren wird (z.B weniger Konsumentenkredite, Kredite nur an Mitglieder der Assoziation, Nachrangigkeit der Staatskredite ) Zusätzlich durch mehr Tranparenz gegenüber den Mitgliedern.
Die jeweilige Monetative legt die MR fest auf Basis von statistischen Daten innerhalb der Assoziationen.( Primär Produktionsmenge, geplante reale Investitionen)
_Buchung einer Kreditvergabe_
Die Geschäftsbank verbucht bei Kreditvergabe, ähnlich wie heute eine Forderung ggü Kunden auf der Aktiva und gleichzeitig eine Verbindlichkeit auf der Passiva.( Bilanzverlängrung) M1 wird erhöht.
Gleichzeitig wir auf der Aktiva Barreserve dokumentiert in Höhe der Kredtisumme.
Es existiert eine Leistungsschuld von seitens des Kreditnehmers in der Bilanz der Bank, aber das Geld / Barreserve auf der Aktiva dokumentiert keine Schuld, sondern ist netto vorhanden als Tauschvermittler im Cashpool der Monetative. Es dokumentiert vielmehr eine Leistungsbereitschaft und wird also bei Tilgung des Kredites nicht wieder ausgebucht.
Ausgebucht wird nur der Posten Forderung / Verbindlichkeiten ggü Kreditnehmer, wobei bei der Geldentstehung - im Unterschied zum Rheingoldprinzip - hier die Bankeinleger gemeinsam haften für den Emitenten und eine gewisse Kontrolle besteht. Einmal von seitens der kommunalen Bank, die den Kredit prüft und haftet, und andererseits überregional von seiten der Mon, die auf Basis von Umsatzdaten innerhalb de Assoziationen die Mindestreserve festlegen kann, bzw über die MR eine gwisse Kontrolle behält, s.d. die Geldmenge nicht inflationieren kann. ( was aber eher nicht nötig sein wird )
Diese Kontrollinstanz gibt zusätzlich Sicherheit und erhöht die Akzeptanz.
Ein Bilanzausschnitt würde nach einer fristenkongruenten Kreditvergabe mit z.B 50% MR dann so aussehen:
_Aktiva:_
Forderung ggü Kunde 500
Barreserve 250
Mindestreserve 250
inländ. Wertpapiere 2000
_Passiva:_
Verbindlichkeit ggü Kunden (z.B Festgeld) 1000
Vbk ggü Kreditnehmer ( M1) 500
EK: 1500
Nun sind 250 Nettogeld (M1) entstanden. Sie stellen weiterhin ein Anspruch auf Bargeld dar, welches von der Monetative emitiert wird. Die 250 Mindetreserve werden auf dem ZB Konto der Bank verbucht.
Die Barreseve kommt in den Cashpool und ist für alle verfügbar.
/Die Monetative reagiert also nur als Kontrollorgan und agiert nicht. Sie teilt kein Geld zu (Tender) und sie betreibt keine Offenmarktgeschäfte; sie ist neutral und greift nicht in den Markt ein. Des weiteren hat sie statistische Aufgaben.Sie handelt nur innerhalb der Assoziation.
_Banken können keine Barreserve horten_
Die Barreserven sind für alle Banken zugänglich und die Monetative sorgt nur für die Verteilung, dorthin wo Liquidität fehlt für Bargeldauszahlungen.
Da es also keinen Geldmarkt mehr gibt und kein Handelsbuch bei den demokratischen Banken, haben diese auch kein Interesse, Barreserve zu horten.
*3.Sparen / Sparzins *
Sparer erhalten keinen Zins. Das verhindert ein Anwachsen von Geldvermögen durch Zinsen bei der Bank, bzw Sparvolumen schmelzen ab durch die Teuerungsrate, welche auch zukünftig durch verknappende Rohstoffe nicht zu vermeiden ist ( importierte Inflation)
Der Geldmarktzins entfällt ja ebenfalls und Gewinnüberschüsse nach Steuern werden unter den Mitgliedern einer Bank verteilt.
Da dieses Modell auch das Umlagesystem vorsieht und nicht die kapitalgedeckte Altersvorsorge, gibt es auch keinen Grund mehr, über Dekaden hinweg Geld anzusammeln. Wer es dennoch tut, muss eine Entwertung seines Sparvolumens durch die Inflation in kauf nehmen.
(s.u.)
Eine Ideenansatz, den ich ebenfalls aus anderen Modellen mit einbauen möchte, ist das Sparen gegen Kwh Strom / m3 Wasser.
Der Bürger spart bei der kommunalen / demokratischen Bank, investiert in ein kommunales Kraftwerk und bekommt einen Teil der Gesamtproduktion in Strom-/ Wassereinheiten gutgeschrieben, die man irgendwann verbrauchen oder vererben kann, anstatt den Inflationsausgleich in Geld. Durch den anderen Teil produzierter Energie, die am Markt direkt verkauft wird, werden die laufenden Kosten wie Wartung / Löhne / Material gedeckt. Jedoch bei diesen Kraftwerken reduzieren sich die Gesamtkosten, weil die Sparzinsen für Fremdfinanzierung wegfallen. Das investierte Geld verliert dabei nicht die Kaufkraft, da Strom und Wasser immer benötigt werden
*4.Die Grenze der Geldschöpfung *
Durch die Mindestreserve ist unbegrenzte Geldschöpfung nicht möglich.
Überschreitungen der MR werden regelmässig kontolliert von den Mitgliedern des Ausschusses und der zuständigen Monetative. Also Kontrolle ist weiterhin notwendig, da die Versuchung einer einzelnen Bank dennoch vorhanden wäre, über die gesetzliche Grenze hinaus Kredite zu vergeben und Nettogeld zu schöpfen. Die geschöpfte Geldmenge orientiert sich allerdings an der Produktion der Güter und wird dadurch begrenzt, dass diese Banken kein Handelsbuch betreiben,bzw über Staatsanleihen Geld schöpfen.
Da demokratische Banken also weit weniger Geld schöpfen können als heute, muss dementsprechend die Kreditallokation optimiert werden.
Die Kreditvergabe an Unternehmer ist vorrangig, weil sie die notwendigen Waren / Dienstleistungen produzieren. Schon von daher müssten also auch Konsumentenkredite bei den Banken llimitiert werden, ebenso Kredite an den Staat, der sich vornehmlich aus Steuern finanzieren sollte.
Hier entwickelt jede demokratische Bank ihre eigene Geschäftspolitik.
Je mehr Depositen eine Bank hat, desto mehr Kredite kann sie vergeben.
*5.Clearing zwischen Banken*
Banken/Unternehmen können wie bisher sich direkt Forderungen / Verbindlichkeiten saldieren durch Clearing-Verfahren
Es besteht also zwischen Banken wie gesagt kein Geldhandel / Geldmarkt mehr und somit auch kein ''Gleichgewichtszins''. Daher bedarf es auch keines ''planwirtschaftlich festgelegten'' Leitzinses oder gar einer Kreditsteuer mehr, wie ich schon gehört habe.
Das Verhältnis von Kreditangebot zu Kreditnachfrage wird also weder durch einen Zins am Geldmarkt wiedergespiegelt noch durch einen Leitzins beeinflusst.
Statt eines zentral verordneten negativen Zinses, um Gleichgewicht
herzustellen - [i]weil einige Geldreformer glauben, der Markt reguliert sich dadurch zum Gleichgewicht/ - ist es in diesem Modell nicht mehr nötig, weil die Regulation buttom up geschieht.
*6.Geldmangel durch Hortung / Sparen *
Wie schon erwähnt, ist Hortung von Barreserve bei einzelnen Banken nicht möglich und auch nicht mehr nötig. Durch Cashpooling zwischen den Monetativen ist jederzeit dort Liquidität, wo sie benötigt wird.
_Konjunkturschwankungen:_
Bei den heutigen Produktionskapazitäten / Produktionselastizität und auch steigender Produktivität
in Zukunft wird kaum ein Überangebot von Geld auf zu wenig Waren treffen bei den Assoziationen. Schon deshalb nicht, weil Geld nicht mehr exxessiv geschöpft wird, wie es heute der Fall ist mit Hilfe von Finanztiteln und dadurch keine überhöhten Geldansprüche entstehen.
Es ist doch heute eher umgekehrt. Wir können soviel Waren produzieren, dass wir schon Schwierigkeiten haben, sie in der Menge abzusetzen, bzw schneller als die Leute konsumieren können.
Wir haben heute den Fall der _Kreditfehlallokation und ex ante Guthabenfehlallokation._
Also ein hohe Teuerungsrate wegen Geldmengeninflation ist in diesem Modell nicht möglich.
Es betsteht lediglich die importierte Inflation z.B durch steigende Rohstoffpreise ( Knappheit)
Die kommunalen Banken haben ihre Vorgaben und Beschränkungen, was die Geldschöpfung betrifft, und Missbrauch dessen ist durch zusätzliche Kontrolle der Monetativen und der Mitglieder sehr unwarscheinlich. Ebenfalls der Einfluss von Interessensgruppen ist minimiert, da in dezentralen Einheiten viel mehr Transparenz herrscht.
_Auch Deflationsspiralen wird es nicht geben_. Deflation entsteht heute kausal nur über die Finanzzmärkte, also externe Schocks, wie das Platzen einer asset bubble, oder auch Währungsumstellungen ( Euro = Teuro), sowie reale Einkommenssenkungen durch Monopolpreise.
/Durch exessive Geldschöpfung ( mit Hilfe von Staaten, ZBen und Investmentbanken) wird der Finanzmarkt immer wieder neu gespeist, und die Geldschöpfung schafft sich die Guthaben gleich mit, s.d. der Realzins künstlich positiv gehalten wird.
So gelingt es Spekulanten am Finanzmarkt, teurer zu verkaufen, als sie gekauft haben. Die Differenz zwischen billigem Einkaufspreis und teurem Verkaufspreis streicht der Spekulant ein. Der andere Spekulant, der von ihm teuer eingekauft hat, verkauft das Papier ein Weilchen später noch teurer und streicht ebenfalls die Differenz ein. Alle profitieren. Die Preise steugen
Ein Teil der Spekulanten, die in der Aufwärtsphase der Börse mehr Geld in der Tasche haben, stecken aber nicht alle Erlöse wieder in die Spekulation.
Sie investieren mit Spekulationsgewinne natürlich auch real. Die Folge ist: die globale Produktion wird angeregt. Es wird mehr produziert. Jedenfalls aber bewirkt der fiktive Reichtum der Spekulanten, dass die Gesellschaft, in der das stattfindet, real mehr Reichtum produziert und konsumiert. Auch die Konsumenten nehmen mehr Schulden auf, wenn
ihre Vermögenswerte steigen
Die Gesellschaft wird durch fiktiven Reichtum real reicher. Aber die Einkommensverteilung wird nicht besse, bzw die Guthaben sammeln sich bei zu wenigen an ( Guthabenfehlallokation) und Konsumenten verschulden sich mehr, weil die Einkommen nicht dementsprechend steigen, s.d. die erhöhten Produktionskapazitäten langfristig ihre Waren nicht verkaufen können-
Es gilt also auch das Umgekehrte. Brechen Spekulation und Vermögenspreise dann zusammen durch externe Schocks oder weil Zinsströme ausbleiben, sackt auch die Nachfrage durch die Mehrproduktion in sich zusammen. Der verschwindende fiktive Reichtum löst eine reale Rezession aus. Hier hat leider die Zinspolitik der fed eine entscheidene Rolle gespielt bei der subprime-Krise
Man spricht bei diesem Vermögenspreiseffekt von der Geldillusion, wenn steigende Preise vorübergehend die Nachfrage stimulieren. In der Haussephase der Spekulationsmärkte wächst die Geldmenge. Sie kann nur wachsen, wenn die Geldschöpfung der Banken,Staaten und der Zentralbank die höheren Vermögenspreise bzw. die Geldillusion nährt./
_Nullwachstum/ Minuswachstum_
Schrumpft das Wachstum im Inland und Bürger konsumieren nicht, bzw Unternehmer investieren netto nicht, weil der Markt gesättigt ist,
nützt hier auch keine ''Umlaufgebühr'' (wie sie von Freiwirten fälschlicherweise genant wird ).
In diesem Fall kann der Staat/Landesregierung/Kommune sich Geld bei den Assoziationen leihen und selbst nützlich investieren, bzw Investitionsanreize schaffen.
Allerdings muss der Staat die Schulden tilgen über Steuermittel ( Steuererhöhungen )
Es ist also ein wirkliches ''deficit spending''' und nicht wie heute, eine permanente Prolongierung der Schulden.
Die Geldmenge wird insgesamt durch den Staat nicht aufgebläht.
*7.Bargeld*
I.d.R. verschwindet Bargeld nur kurzfristig, weil die Händler es wieder einzahlen per Geldbombe. Um längerfristigen Entzug allerdings zu verhindern, werden hohe Strafen festgelgt. Banknoten werden
regelmässig emitiert mit schnellem Ablaufdatum. Z.B Verfall nach einem
oder zwei Monate. Das ist unproblematisch, weil Kunden sowieso nur das nötigste bar abheben. Und Händler haben genug Zeit, es wieder
einzuzahlen per Geldbombe. Illegalen Bargeldgeschäften und Schwarzhandel wird dadurch entgegengewirkt.
So wird verhindert, dass ständig mehr Bargeld ausgezahlt wird, wie eingezahlt ( Sie BuBa Statistik).
*8.Kredite / Kredittilgung*
Bei Kredittilgung durch eine Nichtbank verschwindet wie gesagt das Geld nicht sondern bleibt bestehen als Nettogeld in der VoWi.
Entweder wird die Forderung ausgebucht bei Leistungsnachweis oder es kann auch regelmässige Tilgung vereinbart werden.
Bei Tilgung verkürzt sich dadurch wieder die Forderung ggü Kunde in der Bilanz und Barreserve wird wieder erhöht. Im Verlauf der Tilgung entstehen ja Umsätze von Güter / Dienstleistungen und Einkommen. Deshalb macht es wenig Sinn, wenn Geld im Nichts verschwindet und ausgebucht wird bei Tilgung, wie es heute der Fall ist, s.d. es ständig Zwangsschuldner braucht, damit die notwendige Geldmenge in der VoWi für reale Transaktionen erhalten bleibt.
Der Kreditzins besteht folgerichtig nur noch aus der Bankmarge inclusive Risikoprämie und muss an die Bank regelmässig zurückgeführt werden.
Zusätzlich kann der Kredit auch durch Pfänder gesichert werden,um die Risikokosten zu verringern.
Durch die insgesamt knappere Geldmenge im System ( zu hohe ''Geldillusionen'' entfallen) und durch die bessere Geldverteilung in der VoWi, sowie die restriktive Behandlung der Investmentbanken, wird auch folgerichtig die Schere zwischen Verschuldung und Guthaben, bzw niedriger und hoher Einkommen kleiner. Das heisst, Geld fragt wieder mehr in der Realwirtschaft nach.
Die Kreditallokation muss bei den einzelnen Banken allerdings bedachter erfolgen in Absprache mit den Einlegern, da die Geldschöpfung durch die Mindestreserve ja eingeschränkter ist als heute und nicht hemmungslos ''bis zum Anschlag'' Kredite vergeben weden können.
Z.B. wäre eine Variante, die Konsumkredite ( Dispokredite) stärker einzuschränken. Warenkredite können Händler vergeben in Form von Ratenkäufen, wie es heute schon gang und gebe ist. Oder der Kunde spart vorrübergehend etwas an.
Es besteht weiterhin auch die Möglichkeit eines Konsortialkredites für große Investitionsprojekte, wenn das Volumen eines Kredites für eine einzelne Bank zu hoch ist, bzw um das Risiko aufzuteilen.
*9.Staat*
Der Staat sorgt vorwiegend für ordoliberale, gesetzliche Rahmenbedingungen und schützt das Eigentum der Bürger.
Er wirtschaftet auch möglichst nicht sondern ist reiner Dientleister für die Wirtschaftshandelnden und von daher immer nachrangig zu behandeln. Staatliche Investitionen dienen also vorwiegend dem Erhalt der überregionalen Infrastruktur, und er sorgt für für finanziellen
Interessensausgleich zwischen Kommunen.( z.B staatliches BGE )
Der Staat ( als übergeordnete Institution über den Kommunen) schöpft
kein Geld, bzw kann M1 nicht erhöhen.
Der Staat nimmt also keine Nettoneuverschuldung mehr auf. Diese wird
duch die Schuldenbremse nach und nach abgebaut. Er finnaziert sich
vollständig aus Steuern, was eigentlich auch möglich sein sollte bei
vernünftiger Haushalts-und Steuerpolitik oder durch Verschuldung bei
den eigenen Bürgern / Assoziationen.
Warum ich dem Staat die Macht der Geldpolitik und die Funktion des Geldemitenten aus der Hand nehmen möchte, habe ich hier plausibel begründet:
http://geldmitsystem.org/forums/showthread.php?tid=125
*10.Wachstum*
Besonders in den emerging markets besteht viel Wachstumsbedarf und nur nur ein Teil der Menschen auf der Welt ist mit ausreichend Güter versorgt. Moderne Recycling-Technologien, z.B cradl-to-cradle, und moderne Energiegewinnung werden es zukünftig möglich machen, alle Menschen mit Gütern zu versorgen.
Von daher sollte die Geldschöpfung nicht ZU restriktiv behandelt werden sondern es bedarf einer sinnvollen Kredit- und Guthabenallokation.
Wobei nicht nur das Binnenwachstum zählt sondern auch Wachstum in überkontinentale Regionen, wo Mitglieder von Assoziationen direkt investieren können. Oder Unternehmen / Privatkunden / Staat beteiligen an ausländischen Investitionen, die von den demokratischen Banken nach ethischen Aspekten getätigt werden. ( Allerdings nicht über den Kapitalmarkt )
Es darf generell also nicht zur Kreditklemme kommen, damit nachhaltiges Wachstum nicht abgewürgt wird und Produktionspotentiale ausgeschöpft werden.
Die Strategie der Kreditvergabe ( der Kreditallokation) wird jeweils durch den demokratischer Ausschuss der kommunalen Banken regelmässig neu festgelegt.
*11.Steuern *
Da viele Menschen verschiedene Interessen haben, und nicht alle 'Gutsmenschen' sind und rational im Sinne der Gemeinschaft denken können ( wollen), kommen wir von den Steuerschrauben des Stataes so leicht nicht weg. Daher distanziere ich mich von utopischen Geldmodellen, die zu viel versprechen und die Realität des Wesen des Menschen nicht berücksichtigen. Also:''Vertrauen ist gut, Kontrolle ist aber manchmal für alle besser.''
Hier kann man verschiedene Steuermodelle diskutieren, die sich jederzeit in dieses Modell integrieren lassen.
Zur Diskussion stehen allerhand Modelle, wie das vereinfachte Steuer-Modell von Götz Werner in Verbindung mit BGE.
Aber auch ähnliche Modelle wären diskutabel wie z.B Finanzierung des BGE teilweise über Bodenpacht im Zuge einer Bodenreform.
Es gäbe optimalerweise nur noch die indirekten Steuern, wie die MwSt, Benzinsteuer, Branntweinsteuer, Tabaksteuer etc. Also besteuert wird am Verbrauch. Wobei man die MwSt staffeln könnte und mit der Ressourcensteuer kombinieren sollte. D.h. wer sparsam ist bei Produkten aus stark rosourcenbelastenden Rohstoffen, sowie gesundheitsschädlichen Stoffen wie Alkohol und Zigaretten, wird belohnt.
Bei der Ressourcensteuer schliesse ich mich dem Nachhaltigkeitsrat an.
http://www.recyclingportal.eu/artikel/23019.shtml
Ergänzend wird auch die Körperschaftssteuer / ''Monopolsteuer'' erhoben Die kommunale Gewerbesteuer kann als Steuerrquelle für Kommunen bestehen bleiben.
Das staatlich bürokratische und eher ungerechte ''Monster'' der Einkommensteuer entfällt entwede, oder es wird alternativ die bürokratische Form der progressiven Einkommenssteuer eingeführt, die linear steigt. Wobei hier sich aber Ausnahmeregelungen nicht gänzlich ausschalten ließen, damit es nicht ungerecht wird. Das macht es aber auch mehr bürokratisch.
Interessant finde ich auch eine Einkommensdeckelung, s.d. nur noch bis zu einer bestimmten Einkommengrenze verdient werden kann.
Die Geldvermögenssteuer / Einkommenssteuer die dann linear steigen kann bis 100%. Also eine reine Geldvermögensbremse ( haircut) bis zu einer sinnvoll festgelegten Grenze, ab wo Eigentum verpflichten sollte.
/Es müsste eigentlich innerhalb der G20 Staaten ein gesellschaftlicher Konsens stattfinden, wieviel Einkommen ein Einzelner erwirtschaften darf, und ab welcher Grenze Eigentum verpflichtet, was ja in der Verfassung verankert ist. Diese Steuer kann man allerdings durch
private Investitionen / Stiftungen vermeiden, und sie wird nicht sofort erhoben, sondern es gibt einen zeitlichen Spielraum um eigene Investitionen zeilich angemessen zu planen. /
*12.Warum keine staatliche Geldpolitik ?*
Ich schliesse ich mich Ludwig v. Mises an, was sich bis heute auch bestätigt hat :
Er schrieb 1929, dass es unmöglich sei, die enormen Mengen an praktischer Information kontinuierlich aufzunehmen, die in den Köpfen der Menschen gespreichert ist. Diese Informationen sind größtenteils subjektiver, praktischer, stillschweigender und nichtverbaler Natur und schließen die Übertragung an das Zentralorgan ( ZB ) aus.
Oder es sind Infos, die die Handelnden selbst noch nicht entdeckt haben oder geschaffen haben, und die im Marktprozess entstehen, selbst ein Produkt des unternehmerischen Handelns sind und deshalb nicht übertragbar sind.Der Zwang hält die Unternehmer von der Entdeckung und Erzeugung der zur Koordinantion der Gesllschaft notwendigen Information sogar ab.
Es kommt folglich zu Ineffizienzen und Fehlanpassungen von seitens der Zentralbank
Auch die Gewährung von Privilegien - die mit der traditionellen Rechtsprinzipien im Konflikt stehen - verhindert die koordinierte Kooperation der Handelnden in der Gesellschaft. Systematische Verletzung hemmt die freie Kreativität der Unternehmer wie auch die Schaffung und Übertragung der für die Koordinantion der Gesellschaft notwendigen Informationen.Zwang und Privilegien fördern fehlerhafte Informationen und unverantwortliches Handeln und führen zur Korumpierung der individuellen Verhaltensweisen. Schattenwirtschaft wird begünstigt.
Zentralbanken waren in der Geschichte eine gezielte Staatsintervention in den Bankensektor. Dies wurzelt in dem Versagen der öffentlichen [/i]Autoritäten, die Eigentumsrechte der Sparer angemessen demokratisch zu definieren und zu verteidigen. Sie scheiterten daran, ( durch Korruption) den Missbrauch des Geldes ein Ende zu setzen.
Statt also ein freies Bankensystem ohne ZB zu etablieren, indem die Sparer durch Gesetz geschützt werden, indem man die Kreditexpansion begrenzt, etablierte man eine ZB ( Fed, BoE)
Sie wäre weiterhin verpflichtet, unaufhörlich Anstrengungen zu unternehmen, um eine große Menge an statistischen Infos zum Bankengeschäft, den unterschiedlichen Komponenten des Geldangebots und der Geldnachfrage zu sammeln. Diese Informationen umfassen aber nicht die qualitativen Daten, die die ZB benötigen würde, um schadlos in Bankangelegenheiten einzugreifen. Denn solche Infos sind nicht nur übermäßig in der Menge, sondern sie sind zudem subjektiv, dynamisch, beständig in Veränderung begriffen und für den Finanzsektor besondes schwer zu beschaffen.
Es ist offenkundig, dass sich die ZB unmöglich all diese Infos aneignen kann, die sie benötigt, um koordiniert zu agieren. Also die ''Unmöglichkeit des Sozialismus auf das Finanzsystem '' angewandt.Das Wissen über die verschiedenen Komponenten des Geldangebots und der Geldnachfrage kann also niemals objektiv zusammengetragen werden, sondern ist ganz im Gegenteil von praktischer, subjektiver und diffuser Natur und nur schwer zu artikulieren. Ein derartiges Wissen entsteht aus den subjektiven Wünschen der Handelnden, die sich kontinuierlich ändern und im Wesentlichen von der Entwicklung der Geldmenge selbst abhängen.
Sobald einmal Veränderungen im Geldangebot ihre Wirkungen auf das relative Preisniveau ausgeübt haben, können die Handelnden der VoWi die Kaufkraft ihres Geldes zu ihrem vollen Vorteil nutzen, unabhängig von der Geldmenge.
Sobald sich die Menge und die Verteilung des Geldes allerdings durch Ausweitung von Krediten oder Ausgabe neuer staatlicher Geldeinheiten in bestimmten Sektoren der Wirtschaft verändert, kommt es zu Störungen und Fehlinvestitionen.
Goodhart gibt auch zu, dass die ZBs den gleichen Zwängen und Kräften ausgesetzt sind, die alle bürokratischen Agenturen beeinflussen.
Diese Zwänge sind durch die Public- Choice - Schule untersucht worden. In der Tat sind ZB -Funktionäre Menschen und werden wie alle öffentlichen Bediensteten von den gleichen Anreizen und Restiktionen getrieben.
Sie können am Entscheidungsprozess von Gruppen beeinflusst werden, die ein Interesse an der Einflussnahme auf die Geldpolitik haben.Dazu gehören Privatbankiers, Börsenanleger, Politiker und andere Interessensgruppen. Selbst wenn es einen Konsens gibt, dass ZBen unabhängig von aktuellen politischen Entscheidungen sein sollen und dies in die Verfassung verankert wird, wären noch viele Public-Choice-Argumente hinsichtlich des Verhaltens nicht widerlegt.
- [Ag-soziale_marktwirtschaft] Ein Weg in die Geldreform-Modernes Rhiengoldkonzept, Geldexperte, 17.12.2011
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