ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
Betreff: Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft
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- From: aloa5 <piratenpartei AT t-online.de>
- To: Adder <Adder AT news.piratenpartei.de>, ag-soziale_marktwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
- Subject: Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Transparente Steuergesetze
- Date: Sat, 01 Oct 2011 06:47:14 +0200
- List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-soziale_marktwirtschaft>
- List-id: "Wirtschaft, Finanzen, Soziales - soziale Marktwirtschaft" <ag-soziale_marktwirtschaft.lists.piratenpartei.de>
- Organization: http://twitter.com/aloa5
Adder schrieb:
Stimmt nicht, außer Du reichst deine Steuererklärung immer pünktlich ein
Hallo Adder,
nicht bei Antragsveranlagung ;). Steuererklärungen sind nicht obligatorisch (das meinte ich damit: ein Arbeitnehmer mit StKl I erhält keine Post vom FA da er keine Erklärung abgeben muss).
aloa5 schrieb:
- Die Doppelbesteuerung (Einkommen + Umsatz) von Konsum fällt weg. ...Das wäre ein Grund um die MwSt abzuschaffen, nicht jedoch die ESt.
Die MwSt macht weder für den einzelnen noch in der Volkswirtschaft Sinn, denn sie berücksichtigt die Sparquote nicht und erzeugt einen enormen Overhead. ...
Der Overhead ist für die meisten Unternehmen nicht soo hoch, denn diese haben oft, da sie Anteilseigner haben, sowieso die Pflicht ihren Gewinn korrekt zu ermitteln, was doppelte Buchführung bedingt. Und, habe ich völlig vergessen, der Gewinn müsste auch für manche Steuerarten ermittelt werden. Man könnte aus dem obengesagten fordern, dass Einzelunternehmer keine Mwst. zahlen müssen. Ich weiß nicht, ob da nicht der Antrag auf Anerkennung als Kleinunternehmer schon genug Entlastung bringt.
Mit Overhead meinte ich nicht Aufwand. Hätte ich präzisieren sollen (sorry). Ich meinte letztlich Ineffizienz und zusätzlich benötigtes Steuer- und Auszahlvolumen da die MwSt ein höheres Preisniveau erzeugt. Ein höheres Preisniveau bedeutet wiederum das mehr an die nicht arbeitenden ausgezahlt werden muss (höhere Ausgleichszahlungen an Arbeitslose, Rentner, Kranke, Kinder etc.). Dafür bedarf es es dann wiederum höherer Einnahmen.
Das mit der Kleinunternehmerregelung stimmt. Allerdings ist die in den letzten Jahren nahezu zu Grabe getragen worden. Noch zu DM-Zeiten konnte man etwa 32.500 DM MwSt-frei umsetzen. Es sind seitdem nur noch 17.500 Euro. Die Kosten- und Preissteigerungen in den letzten 10 Jahren blieben unberücksichtigt. Von diesem Umsatz(!) von umgerechnet rd. 1500 Euro/Monat kann ein Kleinunternehmer zunehmend nicht mehr leben.
Grüße
Otmar
- Re: [Ag-soziale_marktwirtschaft] Transparente Steuergesetze, aloa5, 01.10.2011
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