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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Bin bei Euch!

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Bin bei Euch!


Chronologisch Thread 
  • From: Semon <semon3496 AT arcor.de>
  • To: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Bin bei Euch!
  • Date: Mon, 30 Apr 2012 20:34:52 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: Liquid Democracy in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

Hallo Lars,
wenn schon abkürzen, dann bin ich lieber Democray-Pirat :-)

Am 30.04.2012 16:03, schrieb Lars!:

Ahoi Liquid Piraten,

ihr habt mich auf dem Bundesparteitag offen aufgefordert hier mitzumachen, da konnte ich nicht nein sagen ...

Meine Vorstellungen bzgl Liquid Feedback kurz zusammengefasst:

- Es muss möglich sein seine Meinung zu ändern
  Wenn jemand seine Einstellung ändert ist das gut. Auch ein meinungsfindungstool muss dies Abbilden können.
Hm, hier ist aber zu trennen zwischen Meinungsfindungs- oder Diskussionstool und Entscheidungstool. In einem Diskussionssystem kann man selbstverständlich seine Meinung ändern. In einem Entscheidungssystem wird zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Ergebnis durch Abstimmung fixiert. Danach kannst du zwar deine Meinung noch ändern, es ändert aber nichts mehr am Ergebnis.

- getrennte Meinungsbilder
  Alle Parteimitglieder stimmen ab. Zusätzlich dürfen auch Bürger zeigen, wie sie zu den Anträgen stehen, die wird getrennt ausgewertet.
Das ist aus meiner Sicht - schritt Drei. Lass uns erst mal ein von allen aktzeptiertes System innerhalb der Partei zum laufen bringen, dann können wir gern überlegen, das nach außen zu tragen.


- Satzungsmäßiges Recht auf einen Account
  Der Betrieb von Liquid Feedback muss sich nach rechtstaatlichen Prinzipien Richten. Erhält ein Pirat aus nicht vertretbaren Gründen keinen Zugang zum System, muss ihm der Rechtsweg beim Bundesschiedsgericht und ordentlichen Gerichten offenstehen.
Da haben wir ja schon auf dem Parteitag drüber gesprochen. Solange das ganze - wie aktuell - ein reiner "Testbetrieb" ist, hast du leider kein Recht auf nix. Wenn wir allerdings eine Ständige Mitgliederversammlung daraus machen, dann wird es in der Tat haarig. Das mit den ordentlichen Gerichten finde ich allerdings etwas übertrieben. Unsere Schiedsgerichte funktionieren doch ziemlich gut.

- Nachprüfbarkeit
  Wir brauchen etwas um zu beweisen das die Benutzer real sind und das keine Veranstaltung für Sockenpuppen ist
Hier hat LQFB aktuell enorme Probleme, da so viele Invite-Keys verteilt wurden, die keiner nutzt, weiß niemand wie viele der aktiven Teilnehmer tatsächlich (zahlende) Piraten sind. Dieses Problem muss gelöst werden.


- Delegationen
  Gefährliches Spiel. Alternativen?
Meiner Ansicht nach kann man Delegationen nicht vermeiden. Schon wenn ich auf dem Bundesparteitag mein Gegenüber frage, ob der aktuelle Kandidat wählbar ist oder nicht, delegiere ich. Das Problem bei der klassischen Delegation in Parteien ist doch nicht, dass man sich mal auf jemanden anders verlässt, sondern dass man diese Entscheidung nur einmal im Jahr treffen darf und dann auch nur als Globaldelegation.

Verschiedene Alternativen um das bisher in LQFB definierte Verfahren zu entschärfen haben wir schon gesammelt:
http://wiki.piratenpartei.de/AG_Liquid_Democracy/Anforderungen/Delegation


- Eine Initiative sollte möglichst so Gegliedert sein:
    1. Ist-Analyse (nachprüfbare Hintergrundinformationen des Problemumfelds für Piraten die sich mit dem Thema nicht auskennen)
    2. Soll-Konzept (wie sollte es nach der Meinung des Antragsstellers sein)
    3. Umsetzung (was muss getan werden um das zu erreichen)
    
    Beispiel Urheberrecht (Kurzform)
    1. Das Urheberrecht ist an einigen Stellen ungerecht. Kindergartenkinder dürfen keine Liedtexte kopiert bekommen da sonst die GEMA Gebühr faäälig wird.
    2. Kinder sollen singen. Die Urheber müssen auf Ihr Leistungsschutzrecht verzichten, da die Lieder sowieso älter sind als 70 Jahre. (Begründung)
    3. Änderung des Urheberrechts

Das finde ich sinnvoll. Aber wie willst du die Antragsteller dazu bringen sich an dieses Schema zu halten ?

Ausblick:
Abstimmung per Telefon und SMS
Also das finde ich nicht sinnvoll. Wie willst du über Telefon oder SMS die ganzen Informationen, die du oben verlangt hast lesen ?
Gruß
Semon




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