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ag-liquid-democracy - Re: [AG Liquid Democracy] Abstimmtool der Schweizer

ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Liquid Democracy in der Piratenpartei

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Re: [AG Liquid Democracy] Abstimmtool der Schweizer


Chronologisch Thread 
  • From: carlo von lynX <lynX AT pirate.my.buttharp.org>
  • To: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy AT lists.piratenpartei.de>
  • Subject: Re: [AG Liquid Democracy] Abstimmtool der Schweizer
  • Date: Thu, 1 Jul 2010 00:51:15 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-liquid-democracy>
  • List-id: LD Entscheidungs- und Diskussionsplattformen in der Piratenpartei <ag-liquid-democracy.lists.piratenpartei.de>

On Tue, Jun 29, 2010 at 07:41:54PM +0200, Hans Brucker wrote:
> Da geht noch was :-)

Ich denke auch, dass eine cryptographische Lösung zu vielen
unseren Bedürfnissen machbar ist, aber es ist wohl wahr dass
für 99% der Anwender dies bedeutet, dass sie eine Software
installieren, die dann wohl das tut was sie soll.

Das ist im Prinzip genauso wie in unserem Netzalltag, wir
verwenden TLS, SSH usw. und 99% von uns haben sich den
Source nicht wirklich reingezogen. Bestenfalls haben wir
das Zeug selbst compiliert.

Die philosophische Frage an diesem Punkt der Entwicklung der
Menschheit ist, können wir unsere Demokratie und ähnlich
wichtige Dinge dem Kollektiv der open-source-Experten
anvertrauen? Können wir überhaupt den Devices trauen, auf
denen wir unsere Crypto-Anwendungen betreiben? Im Falle
unseres Laptops also einem ganzen Betriebssystem, auf das
die Software aufbaut.

Es gibt sogar noch eine surreale Matrix-like-Ebene: Wie kann
unsere Crypto-Software sicher sein, dass sie nicht in einer
virtuellen Maschine mit getürkten Zufallsgeneratoren läuft?
Wie kann der Anwender das erkennen?

Vielleicht könnte man eine Technologie so designen, dass sie
nur funktioniert, wenn sie unmodifiziert und unverfälscht ist.
Man also nur cheaten kann, wenn man das gesamte dezentrale
System bei allen Anwendern austauschen kann. Dann kann das
immernoch nicht jeder nachvollziehen, aber dem als Kollektiv
Partei oder Wahlvolk zu vertrauen mag erträglicher erscheinen.
Aber ist das von der Aufgabe her nicht ähnlich einfach wie DRM?

Schade, irgendwie gefiel mir die Vorstellung mit Cryptographie
eine dezentrale und geheime Lösung zu ermöglichen. Aber wem nutzt
das, wenn nur ein Teil der Anwender dem vertrauen kann?





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