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ag-landwirtschaft - [Ag-landwirtschaft] Solarwirtschaft, Zinskritik, Kyoto-Protokoll, Social Networking

ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de

Betreff: Mailingliste der AG Landwirtschaft

Listenarchiv

[Ag-landwirtschaft] Solarwirtschaft, Zinskritik, Kyoto-Protokoll, Social Networking


Chronologisch Thread 
  • From: Christoph Trotha <chris-trotha AT web.de>
  • To: ag-landwirtschaft AT lists.piratenpartei.de
  • Subject: [Ag-landwirtschaft] Solarwirtschaft, Zinskritik, Kyoto-Protokoll, Social Networking
  • Date: Thu, 01 Mar 2012 00:35:52 +0100
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-landwirtschaft>
  • List-id: <ag-landwirtschaft.lists.piratenpartei.de>

Hallo,

das ist jetzt allerhand Verschiedenes, was meist nur indirekt mit dem AK Landwirtschaft zu tun hat, möchte es mir einfach mal aus dem Kopf schreiben. Ganz unten die Tools fürs Social Networking dürften interessant sein für Diejenigen, die viel veröffentlichen.

Tatsächlich weiß ich nach 10 Jahren recht intensiver Beschäftigung
mit Politik immer mehr, dass ich nichts weiß. Und selbst wenn man ein
Genie wäre, Stephen Hawkings bestätigt es: die Zeiten eines Universal-
genies, also jemandem, der in allen Wissensgebieten über umfassende
Kenntnisse verfügt, sind seit gut 150 Jahren vorbei. Es ist einfach
zuviel Wissen, das sich angehäuft hat.
Da hilft nur Vernetzung.


Solarwirtschaft

Laut diesem Artikel bleibt Photovoltaik trotz der Kürzungen wirtschaftlich:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,817172,00.html

aber eben nur mit chinesischen Solarzellen. Aber das ermöglicht
uns nunmal auch niedrigere Emissionen, womit paradoxerweise auch
gesagt werden kann:
es werden nicht nur deren Arbeitsplätze subventioniert, sondern
indirekt auch unser Klimaschutz UND der der Chinesen, weil sie
die ausgereifte Technik allmählich selbst verstärkt anwenden, wie
übrigens auch die Windenergie. Es gibt hier also viele Synergien,
die zu berücksichtigen sind. siehe auch Kyoto-Protokoll


Zinskritik

ich sehe grad das grundsätzliche Problem, dass es bei den Piraten
(noch) keine Einigkeit bezüglich der Auswirkungen des Zinssystems
gibt, manche möchten sie offenbar ganz abschaffen, andere nur teilweise
usw.
aus dem AK Wirtschaft:
"...Piratische Finanzpolitikpolitik setzt nicht nur auf eine möglichst schnelle Rückführung der Verschuldung, sondern auch auf ein modernes Schuldenmanagement. In Niedrigzinsphasen sollen Umschuldungen auch über den aktuell fälligen Schuldendienst hinaus angestrebt werden.....
Piratische Finanzpolitikpolitik setzt nicht nur auf eine möglichst schnelle Rückführung der Verschuldung, sondern auch auf ein modernes Schuldenmanagement. In Niedrigzinsphasen sollen Umschuldungen auch über den aktuell fälligen Schuldendienst hinaus angestrebt werden. "

das sind ja sehr schöne Aussagen, nur eben nicht transparent in
Hinblick des WIE, Schuldenabbau, das wollen angeblich alle Parteien, es
werden dennoch immer mehr. Zum Thema Umschuldung nur ein kleiner Ausschnitt aus der Wikipedia, das reicht schon um die Komplexität des Themas zu verdeutlichen:

"Umschuldungsoptionen [Bearbeiten]

Die Entlastung bei Zinsen kann durch Umstellung von Festzinsen auf variable Zinsen oder umgekehrt oder durch eine neue Refinanzierungsbasis beim Gläubiger (mit dem Effekt niedrigerer Zinsen) herbeigeführt werden. Zins- und Tilgungslasten können durch eine Ausdehnung der bisherigen Zins- und Tilgungsperioden, durch tilgungsfreie Zeiträume oder durch Umstellung auf schuldnerbegünstigende Tilgungsarten (Tilgung am Ende der Laufzeit; so genanntes bullet payment) gemindert werden.
Abgrenzung [Bearbeiten]

Andere Sanierungsmaßnahmen werden oft als Umschuldung bezeichnet, haben damit inhaltlich jedoch nichts zu tun. Die Konsolidierung als Umwandlung kurzfristiger in langfristige Schulden kann der Umschuldung dienen und wird in aller Regel als Novation auszulegen sein. Das ist der Fall, wenn ein bestehender kurzfristiger Kreditvertrag durch einen langfristigen ersetzt wird und die Auszahlung aus dem langfristigen Kreditvertrag ausschließlich zur Tilgung der Verbindlichkeiten aus dem kurzfristigen Kreditvertrag dient.

Keine Umschuldung ist hingegen der Schuldenerlass, weil es hierdurch zu einer nicht tilgungsbedingten Verminderung der Schulden kommt. Auch die Stundung ist keine Umschuldung, weil durch sie die bestehenden Schuldverhältnisse nicht verändert, sondern lediglich fällige Zins- und/oder Tilgungszahlungen hinausgeschoben werden. Kommt es jedoch zu einer stundungsbedingten Laufzeitverlängerung, ist auch die Stundung als Umschuldungsmaßnahme einzuordnen."

Die ganze BGE-Diskussion hat unmittelbar mit der Finanz- und Wirtschaftspolitik zu tun, da als Hauptfinanzierungsmodell ein
radikal neues Steuerkonzept angesagt ist. Das sollte mit möglichst vielen, kompetenten Wirtschaftsfachleuten sorgfältigst werden, damit
man nicht letztlich mit jemand in einer Ecke landet, der ständig
Wahrheiten mit Halbwahrheiten vermixt und damit die plötzliche
Erschaffung des Himmels auf Erden verkündet:
http://www.youtube.com/watch?v=a4p4pA8ivZo
http://www.wu.ac.at/press/info/pressinfo2012/2012/pa20120202
(wenn der mal nicht zurecht suspendiert wurde, aber fürs BGE
quatschen!)
das hier erscheint seriöser:
http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/kennedy/


Kyoto-Protokoll (Auszüge)

Beschlossene Reduktionsziele [Bearbeiten]

Die im Anhang B des Kyoto-Protokolls versammelten industrialisierten Vertragsstaaten haben sich darauf festgelegt, ihre Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 2008 bis 2012 um durchschnittlich 5,2 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken (die Aufteilung nach Ländern siehe unten). Anhang A des Protokolls nennt sechs Treibhausgase (CO2, CH4, HFCs, PFCs, N2O, SF6), auf welche die Verpflichtungen anzuwenden sind. Die einzelnen Länder haben dabei unterschiedliche Vorgaben, die vor allem von ihrer wirtschaftlichen Entwicklung abhängen. ........Für die EU ist eine Senkung der Emissionen um insgesamt 8 Prozent vorgesehen. Dabei hat sich Deutschland beispielsweise zu einer Verringerung seiner Treibhausgas-Emissionen um 21 % verpflichtet, Großbritannien soll um 12,5 % reduzieren, Frankreich stabilisiert seinen Ausstoß auf dem Niveau von 1990, und Spanien kann seine Emissionen noch um 15 % steigern.

Die Gruppe osteuropäischer Staaten oder „Volkswirtschaften im Übergang“ (economies in transition) hat sich entweder wie im Falle Russland und der Ukraine dazu verpflichtet, das Emissionsniveau von 1990 nicht zu überschreiten, oder wie Tschechien und Rumänien eine Reduktion um bis zu 8 % beschlossen. Aufgrund des wirtschaftlichen Zusammenbruchs 1990 sind diese Transitionsländer auch bald zwei Jahrzehnte danach noch weit von dem damaligen Emissionsniveau entfernt. Für Schwellenländer wie die Volksrepublik China, Indien und Brasilien sowie für alle Entwicklungsländer sind aufgrund ihrer geringen Pro-Kopf-Emissionen und im Einklang mit den Bestimmung der Klimarahmenkonvention zu „gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten“ (siehe oben) keine Beschränkungen vorgesehen.

Die beschlossenen Reduktionsziele ernteten umgehend Kritik. Insbesondere Umweltschützern gingen und gehen die Reduktionsziele des Protokolls nicht weit genug.[23][22] Vertreter der Wirtschaft befürchteten dagegen hohe Kosten durch die Umsetzung des Protokolls.

........ Inkrafttreten [Bearbeiten]

Das Protokoll sollte in Kraft treten, sobald mindestens 55 Staaten, die zusammengerechnet mehr als 55 % der Kohlenstoffdioxid-Emissionen des Jahres 1990 verursachten, das Abkommen ratifiziert haben. Die Zahl von wenigstens 55 teilnehmenden Staaten wurde mit Islands Ratifikation am 23. Mai 2002 erreicht. Nach dem Ausstieg der USA aus dem Protokoll 2001 musste die Weltgemeinschaft auf den am 5. November 2004 erfolgenden Beitritt Russlands warten (siehe unten). Mit der Ratifizierung von Russland unter Präsident Wladimir Putin, auf das ein Anteil von etwa 18 % der CO2-Emissionen von 1990 entfällt, wurde auch die zweite Bedingung erfüllt.

Am 16. Februar 2005, 90 Tage nach der Ratifizierung durch das russische Parlament, trat das Kyoto-Protokoll dann in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt hatten es 128 Staaten ratifiziert.[37] Heute sind 192 Staaten voll gültige Parteien des Protokolls, sind ihm also entweder beigetreten, haben es ratifiziert oder ihm anderweitig formell zugestimmt.

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  • [Ag-landwirtschaft] Solarwirtschaft, Zinskritik, Kyoto-Protokoll, Social Networking, Christoph Trotha, 01.03.2012

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