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ag-gesundheitswesen - Re: [AG-Gesundheit] Krankheitsfaktor: Stress - Behinderten- und Arbeitsmarktpolitik

ag-gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de

Betreff: AG Gesundheit

Listenarchiv

Re: [AG-Gesundheit] Krankheitsfaktor: Stress - Behinderten- und Arbeitsmarktpolitik


Chronologisch Thread 
  • From: sozialpiraten <sozialpiraten AT kunstlandschaft-spandau.de>
  • To: Martin Waelsch <memi-wae AT online.no>, ag-gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de.
  • Subject: Re: [AG-Gesundheit] Krankheitsfaktor: Stress - Behinderten- und Arbeitsmarktpolitik
  • Date: Fri, 11 May 2012 08:41:55 +0200
  • List-archive: <https://service.piratenpartei.de/pipermail/ag-gesundheitswesen>
  • List-id: AG Gesundheit <ag-gesundheitswesen.lists.piratenpartei.de>

Eine fehlende Grundabsicherung macht Bürger krank, kranke Bürger kränker. Hartz4 ist keine Grundsicherung, weil sie überbordende Bürokratie erfordert, Bürgerrechte außer Kraft setzt, Familiengründungen im Niedriglohnbereich mit Geld- und Raumentzug bestraft und Bürger mit Sanktionen (Entzug des Existenzminimums) bedroht, sobald Bürger Mitspracherechte über Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen einfordern.

Piratenmodell: Bedingtes Bürgergeld. Es entspricht (im Gegensatz zu den Hartz4Gesetzen) den Zielvorgaben des Sozialgesetzbuches und Internationaler Verträge zur Beschäftigungspolitik.
http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbi/1.html
file://localhost/C:/Documents%20and%20Settings/ines/My%20Documents/RIS%20-%20Gesamte%20Rechtsvorschrift%20für%20Beschäftigungspolitik%20-%20Bundesrecht%20konsolidiert,%20Fassung%20vom%2026.04.2012.mht

1. Die Stundenzahl, die für 900 oder 1300 Euro zu leisten ist, orientiert sich am Tariflohn!
2. Bürger wählen den vom Finanzamt anerkannt gemeinnützigen Verein, für den sie arbeiten wollen, entsprechend ihren Fähigkeiten und Neigungen.
3. Arbeitsstellen können, falls Wert schaffende Arbeit geleistet wurde, entfristet werden.
4. Bürger, die gemeinnützig arbeiten, verlassen den Sozialhilfestatus.
5. Mindestrente wird garantiert.

Die Praxis zeigte, dass Bundestagspolitiker dieses System nicht realisieren - wollen.
Auch Gewerkschafter fragten: "Wer soll das bezahlen?"

Alternative:
Piratenmodell: Unbedingtes Bürgergeld als Existenzgrundlage und Verhandlungsbasis in Arbeitsprozessen. Ohnmachtsgefühl und Bürokratie als Stressfaktoren fallen weitgehend weg.

Informationsstand:
1. Der Arbeitswert von Behinderten wird beständig durch einen Medizinischen Dienst (wie Vieh) taxiert. Gutachter arbeiten mit Weisungen und Formulierungsvorgaben.
Ein tiefgehend gestörtes Vertrauensverhältnis zwischen Bürgern und Ärzten ist ein Stressfaktor.
2. Behindertenwerkstätten müssen, wenn sie staatlich anerkannt werden wollen, über mindestens 120 Mitarbeiter verfügen. Die langfristige Ansammlung vieler (z.T. sozial schwieriger) Menschen in einem Raum wirkt als Stressfaktor.
3. Behindertenwerkstätten zahlen Behinderten keinen Arbeitslohn, Bürger können durch Arbeitsleistungen den Sozialhilfestatus gar nicht verlassen. Stress.
4. Jobcenter benutzen zunehmend den hauseigenen Medizinischen Dienst, um Bürger (u.a. Akademiker), die Mitspracherechte einfordern, mit Abschiebung in den Behindertenstatus zu bedrohen.

Stress setzt Adrenalin für Flucht- oder Aggressionshandlungen frei.
Falls beide blockiert sind wirkt er selbstzerstörerisch wie eine Mordmaschine.
Piraten versuchten/versuchen das zu ändern.

Am 11.05.2012 01:39, schrieb Martin Waelsch:

Vorsicht: ehrenamtliche und gemeinnützige Arbeit wird zunehmend als Lückenfüller für mangelnde Organisation der Daseinsvorsorge benutzt und die dabei Tätigen ausgebeutet.

 

Dr. med. Martin E. Waelsch

Häfnergasse 14

73207 Plochingen

Tel: 07153 921931

Fax:07153 921932

Mobil: 0151 52 503 458

Skype: marell1317

dr.m.e.waelsch AT t-online.de

 

 

Von: ag-gesundheitswesen-bounces+dr.m.e.waelsch=t-online.de AT lists.piratenpartei.de [mailto:ag-gesundheitswesen-bounces+dr.m.e.waelsch=t-online.de AT lists.piratenpartei.de] Im Auftrag von sozialpiraten
Gesendet: Donnerstag, 10. Mai 2012 18:15
An: ag-gesundheitswesen AT lists.piratenpartei.de
Betreff: [AG-Gesundheit] Fwd: Schwerbehinderte: Doppelt behindert: Körperlich und sozial

 


Jeder Bürger kann durch Unfall oder Krankheit schwer behindert werden.

Wer im jetzigen Sozialhilfesystem schwerbehindert ist, erlebt sich als
doppelt behindert: körperlich und sozial.  Folgeschäden: Depressionen.
Im Hartz4System werden Qualifikationen aberkannt, Bürger müssen in
Armut, weitgehend ohne Bürgerrechte und in tagtäglicher Angst vor
Schikanen leben, sie werden als Schwerbehinderte zusätzlich mit einem
Medizinischen Dienst konfrontiert, in dem ihr Arbeitswert für den Markt
beständig taxiert wird. Sie müssen in Schwerbehindertenwerkstätten ohne
Arbeitslohn arbeiten und können an Fremdfirmen verliehen werden, ohne
den Sozialhilfestatus verlassen zu können...

Es gibt ausreichend Möglichkeiten, ehrenamtlich und gemeinnützig zu
arbeiten. Gemeinnützig orientierte Arbeit wird im Hartz4System nicht als Arbeit
anerkannt! Das sollten wir umgehend ändern.


Die Modelle anderer Parteien zur bedingten Grundsicherung widersprechen den Zielsetzungen des Sozialgesetzbuches und Internationaler Verträgen zur Beschäftigungspolitik, sie sind (wie die Hartz4Gesetze) rechtswidrig.

Piratenmodell:
1. Die Stundenzahl, die für 900 oder 1000 Euro zu leisten ist, orientiert sich am Tariflohn,
2. Bürger wählen den gemeinnützigen Verein, für den sie arbeiten wollen, selbst aus.
3. Arbeitsstellen können entfristet werden.


Arbeitsbeispiel gemeinnützige Arbeit:

Betreuung von Medienwerkstätten mit Kindern im Bereich sozialer Brennpunkte, 
"Ich könnte mich stundenlang auf diesen Seiten rumtreiben. ... genau so ist es richtig, genau so lässt sich die Kreativität der Kinder wirklich erfassen und entwickeln. 
Das ist professionell, liebevoll, originell, im eigentlichen Sinne politisch. Solche Projekte mit solch engagierter und gekonnter Anleitung sollte es viel mehr geben!"  (Zitat Katja Lange-Müller/Akademie der Künste) 
 
Es gibt Bürger, die bereit sind, Parkanlagen zu pflegen,...  :-) 
 
- falls sie als Gegenleistung, aus dem Sozialhilfestatus, der einem Offenen Strafvollzug ohne Gerichtsverhandlung und Strafmaßende ähnelt, 
Familiengründungen mit der Absenkung des Existenzminimumsbetrages bestraft,
Bürger, die Mitspracherechte über Arbeitsinhalte und Arbeitsbedingungen einfordern, mit dem Entzug des Existenzminimums bedroht,
entlassen würden...

 





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